Kreislaufschule in Klimastraße zertifiziert!

“Klimastraße” Straßenschild

META
TITEL: Kreislaufschule in Klimastraße
WAS: Bildungsprojekt & Kampagne 
GEFÖRDERT VON: Kulturprojekte Berlin + ? 
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Deutsch & English ↓

Die Kreislaufschule

Im Oktober 2020 haben wir unser Projekt “Kreislaufschule” beendet. 

Darin haben SchülerInnen über eine Reihe von kreativen und aktivistischen Projekten ihre Schule Stück für Stück (Ressource für Ressource) in eine nachhaltige Kreislaufschule umgewandelt. 

Das Projekt wurde zwar auch von Covid 19 etwas behindert, aber wir konnten trotzdem einen guten Teil durchführen und wie gewohnt ausführlich in Form von Anleitungen für PädagogInnen dokumentieren. 

Nach Projektabschluss wurde unsere Pilotschule offiziell von Circular Berlin als Berlins erste Kreislaufschule zertifiziert und dieser Weg steht anderen Schulen nun auch offen
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Logo des Kreislaufschule-Zertifikats

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Es war interessant und teilweise auch einfach lustig, die SchülerInnen in kreativen und manchmal auch leicht unbequemen aktivistischen Kampagnen (von Guerila-ReUse-Aktionen über Flyerkampagnen bis hin zur vollwertigen Demonstration vorm Direktorinnenzimmer) die Schule verwandeln zu lassen oder zumindest das zu versuchen.  

Hier gibt es ein paar Bilder aus dem Projekt und Links zu Kampagnen:
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Regional & Saisonal →go

Reparier’s! →go

Nachhaltige Mensa? →go 

Verkehrskampagne →go 

Energiekampagne →go

Pflanzt grün! →go

ReUse-Kampagne →go 

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Wärmekampagne →go 

Vermeidet Einwegplastik! →go

Klimastraßen!

Im Projekt konnten wir eine Vorversion einer Idee testen, die wir zwar schonmal kurz vorgestellt haben, aber bisher nicht umsetzen konnten und absehbar auch nicht umsetzen werden können. Sie ist aber wahrscheinlich gut. Darum teilen wir sie hier, vielleicht mag ja er loslegen. 

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#BottomUp #Stadtumgestaltung
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↦ “Klimastraße” beginnt mit einer oder einem oder gleich ein paar engagierten BürgerInnen in einer Straße. Sie hängen unter die regulären Straßenschilder der Straße ein “Klimastraße”-Schild und erklären ihre Straße damit zur (vorerst möglichen) Klimastraße. Unter dem Straßenschild findet sich ein Internet-Link zu einer Webseite, auf der zu einem Straßenparlament eingeladen wird. Diese Einladung wird auch in gedruckter Form in alle Briefkästen in der Straße geworfen und/oder plakatiert. 
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Klimastraße

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Beim Straßenparlament wird dann der Plan vorgestellt, die Straße zu einer “Klimastraße” zu machen. Dafür gibt es einen kleinen Katalog mit möglichen Maßnahmen und Aktionen, die von einfachen Interventionen über größere Aktionen wie kollektives Wechseln des Stromanbieters bis hin zu ausführlichen Anträgen bei der Stadt z.B. für das Ersetzen von Parkplätzen durch Spielgeräte oder Grünflächen in der Straße reichen. Das Straßenparlament berät und wählt vielleicht erstmal nur eine Aktion aus dem Katalog aus, die dann umgesetzt wird.
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Kleine bis große Eingriffe – sogenannte “City Hacks”


Dann wird losgelegt. Ist die erste Maßnahme erfolgreich durchgeführt, kann man sich vielleicht die nächste vornehmen usw. Graduelle Verwandlung einer Straße begleitet von Kommunikation und Gemeinsamkeit. 

Die “Klimastraße”-Schilder bleiben hängen, die Straße ist stolz auf ihre Identität als Klimastraße. Der Link unterm Schild erklärt allen Vorbeikommenden, was in dieser Straße passiert. Das inspiriert vielleicht die Nachbarstraßen… jede Straße kann Klimastraße werden. Und so kann sich das ausbreiten… Straße für Straße, Block für Block, Viertel für Viertel, Klimastadt für Klimastadt. 

So ein Projekt kann jeder einfach Bottom Up beginnen. Bestenfalls gut dokumentiert zur Nachahmung. Besser könnte es aber sein, wenn es beispielsweise von einer bekannten Umwelt-NGO unterstützt wird – die erstellt den Maßnahmenkatalog, teilt Anleitungen und gibt Unterstützung – z.B. was muss ich beachten, wenn ich ein Straßenschild aufhängen will, eine Straßenparlament einberufen will usw. Und  diese NGO könnte auch eine gemeinsame Kommunikationsform bestimmen, auf die sich alle Klimastraßen einigen und unter der sie sich bündeln und Sichtbarkeit erreichen können. Eine  Plattform oder Webseite – klimastraße.info beispielsweise oder dezentralere Techniken wie Messenger-Gruppen. 

Aber man muss nicht auf die NGOs warten. 

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Lasst uns Städte wie ‘zelluläre Automaten’ Stück für Stück umwandeln. Bottom Up. Und die Energie der BürgerInnen aktivieren.

Eine Idee. Auf der Suche nach Ressourcen! 

English

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